Führungskräfte erwarten 2021 einen Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt

Umfrage zeigt: Deutsche Unternehmen blicken vorsichtig optimistisch in die Zukunft und wollen ihre Belegschaft sogar teilweise ausbauen

  • 72 % der befragten Führungskräfte aus Deutschland sind zuversichtlich, dass das wirtschaftliche Wachstum 2021 wieder Fahrt aufnimmt
  • Knapp ein Viertel aller Unternehmen (23 %) wollen für dieses Jahr ihre Belegschaft erweitern und neue Stellen ausschreiben
  • Robert Half zeigt, in welchen Branchen in Deutschland am meisten Neueinstellungen erwartet werden

Mit der Eindämmung der weltweiten Pandemie erwarten Führungskräfte für dieses Jahr eine zunehmende wirtschaftliche Erholung. Das zeigt auch eine in sechs Ländern durchgeführte aktuelle Umfrage des Personaldienstleisters Robert Half: Etwa 72 % der deutschen Führungskräfte gehen 2021 von einem wirtschaftlichen Wachstum aus. Andere Länder blicken noch positiver in die Zukunft. So ist der Optimismus mit Blick auf ein wirtschaftliches Wachstum in Brasilien (88 %) am höchsten, gefolgt von Frankreich und Großbritannien (78 %) und Australien (77 %). Nur in Belgien (69 %) schätzen die Befragten die Aussicht auf Erholung etwas niedriger ein als in Deutschland.

Aufschwung für das Jahr 2021 erwartet

Die Gründe, warum Führungskräfte in Deutschland für 2021 eine Erholung der wirtschaftlichen Lage erwarten, sind laut Studie sehr unterschiedlich: Etwa ein Drittel der Befragten (33 %) sehen neue Geschäftsfelder, die sich aus den Folgen der Pandemie ergeben haben, als Grund für den wirtschaftliche Aufschwung. Darüber hinaus gehören die beschleunigte Digitalisierung (31 %) sowie die Fähigkeit, Mitarbeiter mit Schlüsselkompetenzen halten zu können (30 %), zu den drei am häufigsten genannten Antworten.

„Die Einführung des Impfstoffs und die damit zu erwartenden Lockerungen der Corona-Einschränkungen im weiteren Verlauf des Jahres deuten darauf hin, dass 2021 ein Jahr des Aufschwungs werden könnte“, erklärt Sven Hennige, Senior Managing Director Central Europe & France bei Robert Half. „Die globale Verlagerung hin zu Remote- und Hybrid-Arbeitsplätzen sowie der steigende Umsatz durch Online- und E-Commerce-Maßnahmen beeinflussen die Einstellungsabsichten und Prioritäten der Unternehmen für das neue Jahr.“

Großteil der Unternehmen plant keinen Stellenabbau

Trotz pandemiebedingter Turbulenzen am Markt möchten 75 % der befragten Personalverantwortlichen in Deutschland 2021 keine Stellen abbauen. Damit liegen deutsche Unternehmen im internationalen Vergleich über dem Durchschnitt (66 %). Über alle Länder hinweg gibt fast ein Viertel (23%) aller Befragten an, ihre Belegschaft sogar vergrößern zu wollen und schreibt aktiv neue Stellen aus.

„Die Ergebnisse der Umfrage bestätigen unsere Beobachtungen der vergangenen Monate, dass sich Unternehmen zunehmend an die veränderten Markt- und Verbraucheranforderungen anpassen. So werden zum Beispiel vermehrt datengesteuerte Betriebs- und Planungsprozesse eingeführt und Strategien für eine anpassungsfähigere und agilere Belegschaft entwickelt“, erklärt Hennige.

Auch wenn Führungskräfte einen Aufschwung erwarten, so ist die wirtschaftliche Situation für 2021 nicht genau prognostizierbar: „Noch ist nicht abzusehen, welchen Einfluss beispielsweise die aktuelle Bereitstellung des Impfstoffes hat und wie lange die harten Lockdown-Maßnahmen aufrecht erhalten bleiben“, sagt Sven Hennige. „2021 wird daher vermutlich ein dynamisches Jahr für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt.“

Quelle: Robert Half Arbeitsmarktstudie 2021; Befragte: 300 Manager mit Personalverantwortung in Deutschland.
Über die Studie:
Die Studie wurde im Dezember 2020 im Auftrag von Robert Half durchgeführt. Befragt wurden 1.800 Manager mit Personalverantwortung (General Manager, CIOs, CFOs) in kleinen (50-249 Mitarbeiter), mittelgroßen (250-499 Mitarbeiter) und großen (500+ Mitarbeiter) Unternehmen in Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Australien und Brasilien (je 300 Teilnehmer).
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